Elternwerkstatt
21.05.2016 | News

Tyrannenkinder müssen nicht sein: Der ABC-Elternführerschein® gibt Richtung und Handwerkszeug

Der ABC-Elternführerschein® vermittelt natürliche, liebevolle und wertschätzende Elternautorität

Genau um die Frage der gesunden, von Liebe, Fürsorge und wechselseitigem Respekt  getragenen elterlichen Autorität geht es in dem  von unserer Gründerin Mag. Maria Neuberger-Schmidt schon im Jahr 2003 entwickelten Seminarkonzept ABC-Elternführerschein®. Wie viel Freiheit, Mitsprache und Autorität braucht mein Kind? In welchem Alter? In welcher Situation? Mag. Neuberger-Schmidt ermutigt Eltern, ihrer natürlichen Intuition zu vertrauen, um in den jeweiligen Alltagssituationen stimmig agieren zu können.
Ganz genau beschreibt Mag. Neuberger-Schmidt dieses Erziehungskonzept in ihrem 2012 im Ennsthaler Verlag erschienenem Buch Gewaltfrei, aber nicht machtlos – Erziehung mit Herz, Verstand und Führungskompetenz

Auf Seite 18 schreibt sie:

Eltern haben eine Führungsrolle zu erfüllen

Im ABC-Elternführerschein® des Vereins Elternwerkstatt (Partner in Erziehungsfragen – www.elternwerkstatt.at) setzt man auf gewaltfreie und Halt gebende Erziehung auf Grundlage des Respekts für die Persönlichkeit, die Gefühle und Bedürfnisse des Kindes, einer Kultur der Mitsprache und des Widerspruchs und einem klaren Bekenntnis zur elterlichen Autorität. Die TeilnehmerInnen haben Gelegenheit, ihre Rolle als Führungskraft im Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern zu reflektieren und kommunikative Schlüsselqualifikationen zur Stärkung ihrer natürlichen Erziehungskompetenz zu erwerben - für mehr Sicherheit, Gelassenheit und Freude im Erziehungsalltag.

Im Kapitel "Betrieb Familie" (Seite 40) vergleicht sie Elternschaft mit einem guten Führungsteam, ähnlich wie in einem Unternehmen.
Im Kapitel "Der Kampf der Generationen" (Seite 45) beschreibt sie, warum kindlicher Widerstand eine entwicklungspsychologische Notwendigkeit ist:

1.10. Der Kampf der Generationen

"Ich will aber nicht!" – Schon in der Trotzphase wird klar, dass sich Kinder gegen den elterlichen Willen auflehnen und ihren eigenen durchsetzen möchten. Es geht also um die Frage der Macht.
Kindlicher Widerstand ist eine entwicklungspsychologische Notwendigkeit
Warum fordern Kinder Erwachsene so häufig zum Machtkampf heraus? Weil der Kampf der Generationen zum natürlichen Entwicklungsprozess dazu gehört!
Indem sie Erwachsenen Widerstand entgegen bringen lernen Kinder

  • ihren eigenen Willen und ihre Interessen zu spüren und durchzusetzen
  • auszuloten, wie viel Macht sie besitzen
  • sich gegen Übergriffe anderer zu wehren

Wir dürfen es als Zeichen ihres Vertrauens werten, dass wir Eltern für sie die Ansprech- und Konfliktpartner Nummer Eins sind – weil sie eben zu uns eine ganz besonders enge und einmalige Beziehung haben und dürfen ihr Trotzen und Revoltieren nicht persönlich nehmen.
Eltern und PädagogInnen sind aufgefordert, sich dieser Herausforderung zu stellen, wenn sie Kinder ins Leben begleiten.
Dieser natürliche Machtkampf zwischen Eltern und Kindern löst bei Erwachsenen oft Angst aus und wird nicht selten mit Unterdrückung und Gewalt beantwortet. Das muss aber nicht so sein. Das natürliche Kräftemessen kann auch von Wertschätzung, Liebe und Fairness geprägt sein und kann solchermaßen einen absolut positiven Beitrag in der kindlichen Entwicklung und in unserer Beziehung zum Kind leisten.
Kinder wollen starke Eltern
bei denen sie sich geschützt und geborgen fühlen und zu denen sie aufschauen können. Wie sollen Kinder Respekt haben, wenn Eltern schwach und nachgiebig sind und sich zu viel gefallen lassen? Es ist natürlich, dass Kinder testen, um zu wissen, woran sie sind und wie weit sie gehen können.
Kinder wollen eine klare Antwort auf ihre Frage der Macht.
Eltern, die sich zu ihrer Führungsrolle bekennen, können diese so ausüben, dass sie sich nicht zu Machtmissbrauch – meist aus Überforderung - hinreißen lassen, sondern dass sie
Eine Kultur des Widerspruchs
möglich machen, damit Kinder lernen, ihre Wünsche und Bedürfnisse, aber auch ihre Einwände so zu artikulieren, dass sie zu ernst zu nehmenden Verhandlungspartnern werden. Auch ist es in der Kompetenz der Führungskraft, konstruktive Streitkultur zu vermitteln, bei der alle Beteiligten sich respektiert und ernst genommen fühlen.
Kinder brauchen authentische und starke Persönlichkeiten und Vorbilder – echte, wohlwollende Autoritäten.
Überforderung durch Schwäche
Wenn Eltern ihre Führungsrolle und ihre Macht abgeben, wird oft jeder kleine und notwendige Ablauf im Familienalltag zur Nervenprobe. Damit überfordern sie nicht nur sich selber, sondern vor allem auch ihre Kinder, weil es ihnen an Halt und Orientierung fehlt.
Solche Kinder werden führungslos, frech und altklug und wir bringen sie um ihre unbekümmerte Kindheit und oft auch um ihre zukünftigen Chancen im Leben.

Zwei Drittel des Buches befassen sich mit der Frage, WIE man es schaffen kann, Autorität gewaltfrei auszuüben. Es geht um die Grundlagen Beziehung, Selbstwert und Eigenverantwortung stärkender, gewaltloser Kommunikation, also auch um aktives Zuhören, Grenzen setzen und Konfliktmanagement. Das letzte Kapitel befasst sich mit entwicklungspsychologischen Zusammenhängen, um Eltern einen Kompass zu geben, worauf in welchem Kindesalter besonderes Augenmerk zu legen ist.
Wie streng oder locker soll ich jetzt sein? Damit Eltern dies stimmig und spontan gut entscheiden können, verwendet die Autorin das Bild von den drei Körben: Freiheit, Mitsprache und Gehorsam.
In ihrem 2013 bei Graefe und Unzer (GU) erschienenen Buch Kindern liebevoll Grenzen setzen verwendet Mag. Maria Neuberger-Schmidt stattdessen das Bild von der Verkehrsampel: Grün steht für Freiheit ("Kind, du kannst tun, was du willst"), Gelb steht für Mitsprache ("Das können wir gemeinsam vereinbaren"), Rot steht für Autorität ("Stopp!" "Du darfst nicht!" bzw. "Du musst"). Die Ampelschaltung obliegt den Eltern, gemäß ihrer Liebe, Fürsorge und Elternverantwortung.

Eine gute Antwort auf das Buch "Tyrannenkinder" wäre also der  ABC-Elternführerschein® - und das schon seit 2003, meint

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